Merkmale des kapitalistischen Wirtschaftssystems

In der letzten Stunde haben wir, auch wenn uns am Ende etwas die Zeit fehlte, das noch weiter zu besprechen, einige Schlagworte aus den zu Grunde gelegten Texten gesammelt, die in der Summe die kapitalistische Wirtschaftsweise charakterisieren könnten.

Hier die Begriffe noch einmal aufgelistet. Ihr seid wie gesagt herzlich eingeladen, die einzelnen Begriffe noch einmal kurz zu erläutern, nutzt dafür einfach die Kommentar-Funktion zu diesem Beitrag.

Marktkapitalisierung
Intransparenz
Kurzfristige Investitionen

Entgrenzung
Inwertsetzung
Abhebung von vermeintlicher Natürlichkeit

Vermarktlichung
Privatisierung
Diskursphänomen

Konkurrenz
Druck auf soziale Systeme

Fiktives Kapital

Verschlankung
Flexible Arbeitsmärkte
Leistungslose Kapitalvermehrung

Wettbewerbsglobalisierung
Deregulierung
Informalisierung


2 Antworten auf „Merkmale des kapitalistischen Wirtschaftssystems“


  1. 1 Gregor 17. April 2011 um 19:30 Uhr

    Die meisten Unternehmen sind einem globalisierten Wettbewerb ausgesetzt, müssen also weltweit konkurrenzfähig sein. Formelle Arbeitsverhältnisse, die Arbeitnehmern den sozio-ökonomischen Schutz durch staatliche, gewerkschaftliche, tarifliche und/oder gesetzliche Regulierung bieten, sind dabei als Kostenfaktor ein Wettbewerbsnachteil. Viele Unternehmen neigen deshalb dazu, Produktionsschritte vom formellen Arbeitssektor hin zu einer deregulierten Schattenwirtschaft zu verlagern, was die Arbeitsverhältnisse prekarisiert und staatlicher Kontrolle entzieht. Diesen Prozess nennt man Informalisierung.

  2. 2 BOB 18. April 2011 um 19:26 Uhr

    Hi Leute,
    ich wollte noch was zur Verschlankung loswerden.
    Der Begriff Verschlankung bezeichnet den eigentlich positiven Prozess, des Abbauens überflüssiger (vll. auch schädlicher) Strukturen. Die Gefahr besteht darin, dass zuviel Struktur abgebaut wird.
    Im Seminar fiel Begriff in Hinblick auf ehemals öffentliche, nun privatisierten Unternehmen. Um in der freien Wirtschaft mithalten zu können, oder um einfach nur mehr Kapital abzuwerfen, werden diese Unternehmen auf ihre Kernkompetenzen (Deutsche Bahn = zu spät kommen) reduziert. Diese Kernkompetenzen müssen von weniger Mitarbeiter ausgeführt werden. Der Rest kann sich in die Reservearmee der Arbeitslosen einreihen.
    Ich hoffe, das war nachvollziehbar bzw. hilfreich.

    Ein kleines Schmankerl zum fiktiven Kapital habe ich noch für euch (auch wenn es wahrscheinlich kein Platz im Seminar finden wird).
    http://www.youtube.com/watch?v=7BWlC7RCVIw
    Viel Spass beim gucken.

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